Fraktionsthemen

Haushaltsrede 2016

Sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender, Herr Bürgermeister, werte Mitarbeiter der Verwaltung,
liebe Ratsfrauen und -herren,

als ich in den letzten Tagen anfing mir Gedanken über das Sagenswerte dieses Abends zu machen, hatte ich innerhalb weniger Minuten 2 DIN A4-Seiten  mit Stichworten und Notizen voll. Was für ein Jahr 2015 liegt hinter uns! Vieles wurde eben schon erwähnt, aber eins muss ich an dieser Stelle auf jeden Fall feststellen: unsere Fusion war zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung, denn unsere Stadt Geestland lebt und das auf allen Ebenen.

Angefangen mit den ersten Sitzungen des Jahres, der Rat hat sich konstituiert, in allen Themenfeldern mussten sich Ausschüsse finden. Alle Gremien wurden neubesetzt und mussten sich dann gleich mit einer Vielzahl von Satzungen, Bestimmungen, Richtlinien und Verordnungen beschäftigen.
Dank einer sehr guten Vorbereitung durch die Verwaltung und einem mehr als vernünftigem Miteinander der Politik haben wir fast alle in der Zuständigkeit der Stadt stehenden rechtlichen Grundlagen für einen reibungslosen Ablauf der Verwaltungsarbeit legen können und auch die restlichen Satzungen, wie z.B. Kurbeitrags- oder Friedhofssatzung werden im ersten Halbjahr 2016 abgearbeitet sein.
Ein beherrschende Thema des 1. Halbjahres 2015 waren sicherlich die Entscheidungen zur Schulentwicklung. Sei es die Aufhebung des Grundschulstandortes Lintig und der Grundschule Kührstedt/Ringstedt und dem damit verbundenen Anschluss an die Ganztagsgrundschule in Drangstedt/Elmlohe mit der Außenstelle Kührstedt oder die Entscheidungen bezüglich des Neubaus der Grundschule Bederkesa und den Sanierungen der vorhandenen Sportanlagen in ihrer jetzigen Form.
Wenn auch zum Teil nicht angenehm, waren und sind diese Entscheidungen die richtigen gewesen.
Auch die Schülerbeförderung ist ein Thema dessen wir uns auch jetzt und in Zukunft weiter annehmen müssen, um unseren Kindern den Schulbesuch so einfach und unkompliziert wie möglich zu machen. Ein runder Tisch mit allen Schulleitungen aus Geestland, dem Landkreis und der Verwaltung sind ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Auch das weitere Zusammenwachsen unserer einzelnen Ortschaften zur Stadt war immer ein präsentes Thema, denn viele Dinge werden jetzt auf anderen Wegen entschieden. Ein Lernprozess gerade für viele Ortsbürgermeister- und räte, aber auch für die Verwaltung. Im Großen und Ganzen hat sich die Zusammenarbeit aber sehr gut entwickelt, da sich BEIDE Seiten als lernfähig herausgestellt haben, wie sich zum Beispiel beim Wegebau im Windenergie-Testfeld in Neuenwalde oder beim Antrag auf Einrichtung eines Friedwaldes in Drangstedt gezeigt hat. Und glauben Sie mir, ohne diese Diskussionen "auf Augenhöhe"
werden wir den Anpassungsprozess in unserer so jungen Stadt nicht weiterhin so zügig hinbekommen.
Im Laufe des Jahres kam dann das immer mehr beherrschende Thema des Jahres 2015 zunehmend auf die Tagesordnung, auf jede Tagesordnung, jeden Tag.
Der in Deutschland ankommende Flüchtlingsstrom und der Umgang damit.
Mehr als 380 Flüchtlingen bieten wir inzwischen eine sichere Bleibe. Niemand weiß, wie viele noch zu uns kommen werden. Niemand weiß, wie viele bleiben oder Geestland wieder verlassen werden.                                                                                                                          Selbstverständlich wollen wir allen, die unseren Schutz benötigen, diesen auch bieten. Voraussetzung dafür ist ein geordnetes Verfahren: Rechtzeitig planbare Zuweisungen, unverzügliche Registrierung, angemessen schnelle Asylverfahren, Rückführung der Flüchtlinge ohne Bleiberecht sind die Stichworte. Unabdingbar ist eine vollständige Kostenerstattung durch Bund, Land und Kreis. Auch müssen Bund und Land endlich die versprochenen Entlastungen auf den Weg bringen. Da ist die Personalausstattung der zuständigen Behörden. Massive Rückstände in der Registrierung wegen mangelnder Planung und Personalausstattung lässt sämtliche Verfahren stocken und geht am Ende zu Lasten der Kommunen, aber auch der Flüchtlinge. Einen sehr guten Ansatz diese Problematik zu lösen, bieten dafür die von der Stadt in die Diskussion eingebrachten KommCard und die RefugeeIdentityCard.                                                   
Die Suche nach weiteren Flüchtlingsunterkünften vor Ort wird spürbar mühseliger. Die Diskussion hier und anderswo lassen erahnen, die sozialverträgliche Unterbringung weiterer Flüchtlinge wird erheblich schwieriger.
Dennoch, die Integration mit dem Erlernen der Sprache, der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und weitere Bereitstellung eigener Wohnungen werden die Kernaufgaben der nächsten Jahre sein.                                                                                                                    In diesem Zusammenhang gilt mein Dank neben der Verwaltung an dieser Stelle den vielen ehrenamtlichen Helfern in diversen Organisationen, der Kirche oder den Vereinen. Ohne deren engagierten Einsatz wäre die Lage sicherlich nicht so in den Griff  zu bekommen gewesen. Mein Dank gilt aber auch den Vielen, die sich an neue Nachbarn gewöhnen mussten und auch weiterhin müssen. Fremde Menschen, unbekannte Sitten und Gebräuche, andere Religionen; Ob in Ringstedt, Flögeln, Bad Bederkesa, Langen oder den anderen Ortschaften, Sie alle haben das Beste daraus gemacht und die neuen Nachbarn mit offenen Armen, viel Verständnis und Hilfsbereitschaft empfangen. Vielen Dank dafür!!!

Das zu erwartende Ergebnis des Haushaltsjahres 2015 zeigt uns, dass wir trotz der vielfältigen Aufgaben unserer Stadt eine solide Haushaltsführung hinbekommen und vieles erreichen und durchsetzen können, wenn wir mit Bedacht und Sorgfalt unsere gemeinsame Arbeit fortführen.
 
Für die nächsten beiden Jahre haben wir uns trotz inhaltlicher Diskussionen darauf geeinigt den vorgeschlagenen Weg der Verwaltung mit einem Doppelhaushalt mitzugehen.
Anpassungen im Bereich der Grundsteuern A und B auf ein einheitliches Niveau, die sozial verträgliche Gleichstellung der Kindergartengebühren-Zahler, aber auch die weiterhin guten konjunkturellen Daten lassen uns, trotz der Vorgaben des Zukunftsvertrages Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung Geestlands. Dadurch ergeben sich dann Möglichkeiten wie die Angleichung der Sportförderung, die Weiterentwicklung aller Ortschaften im Stadtgebiet können wir durch neue Baugebiete oder Erweiterungen von Gewerbegebieten aktiv begleiten, die Refinanzierung sinnvoller LEADER-Projekte ist möglich und den Ausbau des ÖPNV, zum Beispiel durch die Ausweitung des AnrufSammelTaxi-Gebietes oder der Schaffung eines Bürgerbus-Verkehrs unter Mithilfe eines noch zu gründenden Vereins sind nur einige Beispiele für die Möglichkeiten, aber auch für die Aufgaben die der nächste Haushalt und die nächsten Jahre uns bieten und bereithalten.
Das zu erwartende Minus von knapp 1 Prozent des Haushaltsvolumens ist dabei hauptsächlich der (bei der sehr guten geleisteten Arbeit vollkommen zurechten) Anpassung von Gehältern und Löhnen unserer Angestellten und den durch unsere geplanten Investitionen zustande kommenden höheren Abschreibungen geschuldet.
Die im Haushalt enthaltenen Investitionen sind sehr ambitioniert, zeigen aber eindeutig den Weg der Stadt Geestland, UNSEREN gemeinsamen Weg auf. Bereitstellung von Geldern zur Förderung des Feuerschutzwesens, geplante An- und Umbauten im Bereich unserer Kindertagesstätten, die zukunftsfähige Ausstattung unserer Grundschulen, auch hinsichtlich der nicht zu planenden Anzahl von Flüchtlingskindern, die wir in der Zukunft mit unterbringen müssen und wollen.
Der Erhalt und Ausbau der Infrastruktur ist Grundvoraussetzung einer funktionierenden Kommune. Dazu die Inangriffnahme des Sanierungsstaus auf unseren Spielplätzen, ein Sportstättensanierungsprogramm, die geplanten Straßenbaumaßnahmen, der Beginn der Sanierung unserer Wirtschaftswegebrücken und die weitere sinnvolle Unterhaltung des Wirtschaftswegenetze. Auch in diesem Maße nur möglich durch eine moderate Anhebung der Grundsteuern A und B wobei wir sehr darauf bedacht waren, die Grundbesitzer der landwirtschaftlichen Flächen nicht zusätzlich zu stark zu belasten, da der momentane finanzielle Druck bereits sehr groß ist, und darauf, dass die durch die Anpassung der Grundsteuer A mehr zu erwartenden Einnahmen eins zu eins den Ansatz des Wirtschaftswegehaushalt erhöhen.
Um in dem Bereich den einen oder anderen Schritt zügiger voranzukommen ist dort aber auch die Bereitschaft von Landwirten und Lohnunternehmern von Nöten uns nach individuellen Möglichkeiten zu unterstützen, um Wirtschaftswege zu schonen und eine kostengünstige Erweiterung der Unterhaltung hinzubekommen.

Alles in allem gehen wir sehr viele Projekte an, dürfen aber auch die Augen vor anderen Aufgaben nicht verschließen, wie beispielsweise den Aufgaben des Bauhofes mit einer sachgerechten Ausstattung gerecht zu werden, Co-Finanzierungsmittel für einen weiteren Ausbau des Breitband- und des Radwegenetzes zur Verfügung stellen zu können und die Unterstützung der Moor-Therme wird uns weiter beschäftigen, wobei ich von dieser Stelle alle Geestländer aufrufen möchte dieses Stück Lebensqualität, das hier in unserer Stadt geboten wird, mehr zu nutzen und vor allem zu genießen.

Auch den Blick über unsere Stadtgrenzen hinaus dürfen wir nicht vergessen und müssen Kreis und Land auf ihre Aufgaben aufmerksam machen, wie zum Beispiel die weitere Unterstützung im Bereich der Jugendhilfe und der Kindertagesstätten, den Ausbau der Hadelner Kanalschleusenanlage durch das NLWKN und die weitere Bereitstellung der GVGF-Mittel aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz für Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden im Landeshaushalt, die die Rot/Grüne-Landesregierung streichen will, weil sie selbst nicht haushalten können, sind einige Punkte für die Notwendigkeit dieser Weitsicht.

Abschließend möchte ich sagen, dass alle unsere Beschlüsse und Bemühungen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, dem demographischen Wandel weiterhin entgegen zu wirken, durch Atttraktivität, Aktivität und Engagement unsere Stadt für die Zukunft aufzustellen, egal was noch auf uns zukommen mag.
Herr Bürgermeister, meine Damen und Herren der Verwaltung,
vielen Dank für die außerordentlich gute Zusammenarbeit in dem ersten Jahr unserer Stadt und für das engagierte Eintreten aller für unsere Belange.
Mit der frühzeitigen Vorstellung des Haushaltsentwurfes in den Fraktionen und den Fachausschüssen gab es für uns viele Möglichkeiten sich einzubringen.                               
Wir als CDU Fraktion haben dies getan und können daher den Entwurf des Haushaltsplanes 2016/2017 in der vorliegenden Fassung vollumfänglich mittragen und werden diesem ohne weitere Änderungs- oder Ergänzungswünsche zustimmen.

Das Geheimnis der Weihnachtszeit ist, dass wir auf der Suche nach dem Großen, dem Außergewöhnlichen oft auf das kleine unscheinbare Wichtige hingewiesen werden.
In disem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine frohe, besinnliche Weihnacht und einen guten Rutsch ins Jahr 2016.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Haushaltsrede 2015

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, Herr Ratsvorsitzender,

werte Ratsfrauen- und herren,

 

knapp 4 Jahre wurde darauf hingearbeitet die Stadt Geestland zukunftsfähig in See stechen zu lassen.

Der Zukunftsvertrag war unterschrieben, die Tapete, wie unser Bürgermeister gerne die Entwicklung der Finanzdaten nennt, wurde uns vorgestellt, der Doppelhaushalt 2013/2014 wurde vorausschauend aufgestellt, alles mit diesem einen Ziel vor Augen.

Die Aufstellung des Haushaltes 2015 für das erste Jahr Geestland war unter den gegebenen Vorzeichen des Zukunftsvertrages und den Verhandlungen mit dem Kreis bezüglich der Kreisumlage und zugesagten Zahlungen einerseits und den neu zu berechnenden Schlüsselzuweisungen und der Zusammenführung von acht Einzelhaushalten andererseits, für die Kämmerei, aber auch für alle anderen Bereiche der Verwaltung, eine große Herausforderung.

Das Ergebnis dieser sicherlich manchmal nervenaufreibenden und intensiven Vorarbeiten war in dieser Weise aber trotzdem kaum vorauszusehen.

Ein ausgeglichener Haushaltsansatz ohne Liquiditätskredite mit der Möglichkeit einer weiteren Entschuldung trotz Investitionen in Millionenhöhe in die Substanz unserer Stadt. Beeindruckend!!!

Mit den Investitionen in Neu- und Ausbau von Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen quer durch Geestland, den Planungsmitteln für das Feuerwehrgerätehaus in Langen und der Grundschule in Bad Bederkesa mit den dazu gehörigen Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 4,5 Mio. Euro für die nächsten Jahren und der Erweiterung des Gewerbegebietes in Debstedt wird vorausschauend und wohlüberlegt in  unsere Infrastruktur investiert und Werte werden geschaffen.

Die Ausgaben in den Bereichen der Feuerwehr mit Ihren 21 Ortswehren sowie in die 7 Schulstandorte mit den diversen Anmeldungen der Schulleitungen und Kollegien sind sinnvoll gestalten und im finanziellen Spielraum, den der Zukunftsvertrag uns bietet durchdacht eingesetzt, auch wenn sicherlich der eine oder andere Wunsch nicht sofort erfüllt werden konnte.

Die Musik- und Kunstschulen, die Büchereien und natürlich unsere Kindertagesstätten werden vernünftig ausgestattet bzw. unterstützt und unseren Vereinen wird wenn nötig, bei Ihren Vorhaben helfend unter die Arme gegriffen.

Das finanzielle Engagement in den Ortschaften für den Jugend- und Seniorenbereich wird im Ganzen für das Jahr 2015 sogar erweitert.

Sicherlich muss auch in dem einen oder andere Bereich, wie z.B. bei der Unterhaltung von Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen, die Zeit zeigen, in wie weit wir mit unseren Haushaltsansätzen kommen und ob dort nicht doch eine bessere finanzielle Ausstattung angebracht wäre.

 

Der demographische Wandel muss beobachtet und ausgewertet werden mit Blick auf zukünftige Investitionsmaßnahmen.

Ich denke im Großen und Ganzen können wir alle sehr zufrieden mit dem Haushalt 2015 sein, egal ob uns die Wirtschaft, der Tourismus, das soziales Engagement, die Landwirtschaft oder die Schulen und Kindertagesstätten mehr am Herzen liegen als anderes.

Natürlich hat bei der Entwicklung der Finanzdaten in den Jahren 2010 bis 2014 die Entschuldungshilfe des Landes Niedersachsen den größten Teil des positiven Trends ausgemacht und die konjunkturelle Entwicklung hat uns dabei auch in die Karten gespielt, aber was aus diesen Vorgaben gemacht wurde, wie die Haushaltsdisziplin eingehalten wurde und trotzdem Großprojekte wie die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED oder der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Bad Bederkesa realisiert wurden spricht für sich, spricht für uns und unsere hervorragend arbeitende Verwaltung und für Bürgermeister Thorsten Krüger und ist ein Zeichen für die Zukunft!

Deshalb dankt an dieser Stelle die CDU-Fraktion des Stadtrates der gesamten Verwaltung für die gute, übersichtliche Aufstellung der Haushaltssatzung und des Haushaltplans 2015 mit der Aufstellung der Teil- und Einzelpläne.

Beim Blick auf die Haushaltansätze und die Finanzplanung für die nächsten Jahre können wir uns genau wie im Jahr 2015,  auf effektive Jahre mit interessanten Investitionen und Entwicklungen in unserer Stadt Geestland freuen ohne die Vorgaben des Zukunftsvertrages aus den Augen zu verlieren.   

Wir freuen uns auf eine weiterhin gute, strukturell und finanziell fruchtbare Zusammenarbeit mit den Parteien im Stadtrat und mit der Verwaltung für unsere Stadt Geestland.

Rede des Fraktionsvorsitzenden

Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Geestländerinnen und Geestländer,

auf geht es in unsere Stadt Geestland!

 

Eine Woche ist sie jetzt her, die Fusion der ehemaligen Stadt Langen mit der ehemaligen Samtgemeinde Bederkesa und deren Mitgliedsgemeinden. Gefühlt ist das aber schon viel länger geschehen, denn was in den letzten Jahren alles passierte, hat schon viel in Richtung Gemeinschaftsgefühl geführt. Gelenkt durch den Zukunftsvertrag vom 07. Juli 2011 haben die Kommunalpolitiker ihre Doppelhaushalte 2013/2014 aufgestellt, alle zusammen haben Einsparungen hinnehmen und geplante Investitionen zurückstellen müssen mit dem Ziel, unsere beschlossene Stadt Geestland für einen geglückten Start zu präparieren.

Parteiübergreifend und in sehr guter Zusammenarbeit mit den Verwaltungen haben die Kommunalpolitiker harmonisch und konkret darauf hingearbeitet die Entschuldungshilfe des Landes nicht aufs Spiel zu setzten und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Sicherlich begünstigt durch eine wachsende Konjunktur und steigende Steuereinnahmen haben wir alle gemeinsam es geschafft, den Haushalt 2015 mit mehr als nur einer "schwarzen Null", also einem ausgeglichenen Haushaltsansatz dastehen zu lassen. Denn trotz geplanter Investitionen in Höhe von ca. 3,7 Mio. € werden wir es 2015 schaffen, eine weitere Entschuldung vorzunehmen.

Für diese Weitsicht gebührt allen Beteiligten in den bisherigen Räten ein ganz großes Kompliment.

Ein großer Dank dafür geht natürlich auch an die Verwaltungen und Mitarbeiter der Samtgemeinde Bederkesa und der Stadt Langen unter der Führung von Bürgermeister Thorsten Krüger, die diesen Haushalt gut erarbeitet und vorbereitet haben und die Fusion auch schon vor dem 01. Januar 2015 lebendig haben wirken lassen.

Umstrukturierungen neben dem "Alltagsgeschäft" wurden bewältigt, neue Aufgabenfelder sofort mit Leben gefüllt, teilweise auch Einschränkungen zum Wohle aller wurden fast geräuschlos hingenommen.

Die Bauhöfe haben bereits vielfältige Zusatzaufgaben erledigt, die Mitarbeiter in Schulen und Kindertagesstätten haben sich aktiv mit der Fusion auseinandergesetzt und haben mit den Kindern an Wettbewerben und Ideenbörsen für Geestland teilgenommen. Da wurde uns schon vorgemacht wie man aus zwei  eins  machen kann!

Dafür ein riesengroßes Dankeschön an alle Mitarbeiter der Stadt Geestland!!!

Und natürlich auch bei allen jetzt Geestländern gilt es sich zu bedanken, die sich bisher so zahlreich eingebracht haben: bei der Namensgebung, bei den Änderungen der Straßennamen, bei diversen örtlichen Projekten rund um die Fusion und natürlich bei der Mission Olympic. Ebenso bei denen, die bisher gelobt, angepackt aber auch sinnvoll hinterfragt und auch mal zu Recht kritisiert und damit immer wieder neue Denkansätze und Ideen mit auf den Weg gebracht haben.

Danke und weiter so!

 

Aber mit all diesen bereits geschaffenen und vorgearbeiteten Dingen sind wir natürlich erst am Anfang unserer Aufgaben, besonders hier im Stadtrat Geestlands.

Da beginnt praktisch erst was unsere Aufgaben und unser Tun hier begründet.

Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen für das zukünftige Geschehen und die zukünftige Gestaltung  unserer Stadt Geestland. Gewachsene und gut funktionierende Strukturen erhalten und fördern, offen sein für neue Denkansätze und Strategien entwickeln um die vor uns liegenden Aufgaben bürgernah und praxisorientiert zu lösen.

Wir von der CDU-Fraktion sind dazu bereit.

Dank einer guten Politik der Vergangenheit und klar formulierter Ziele für die Zukunft hat uns der Wähler in die hervorragende Ausgangsposition versetzt, CDU-Vertreter aus allen 16 Ortsteilen Geestlands im Stadtrat zu haben und damit als gemeinsame Fraktion für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt und unsere Ortsteilen eintreten zu können.

Wir werden für alle, ob CDU-Wähler oder nicht, ein offenes Ohr und wachsame Augen haben, damit sich kein Ortsteil benachteiligt fühlen wird, sonder wir werden sehr auf die Gleichbehandlung aller Ort achten, egal ob größer oder kleiner. Da werden wir der Verwaltung auch schon mal genauer auf die Finger schauen.

Aber natürlich werden wir auch die Aufgaben der Gesamtkommune tatkräftig und ideenreich begleiten.  

7 Schulstandorte mit der Herausforderung der pädagogischen und investiven Maßnahmen zur Inklusionsverwirklichung und Integration, insgesamt 25 Kindertagesstätten, 24 Ortsfeuerwehren, 220 km Gemeindestraßen, 814 km Wirtschaftswege mit 30 Wirtschaftwegebrücken, Sportstätten, Dorfgemeinschaftshäuser, Jugend- und Seniorentreffs und -zentren, Büchereien, Kunst- und Musikschulen und vieles mehr müssen unterhalten, umsorgt und bei Bedarf ausgebaut werden. Für den ÖPNV werden wir Lösungen finden müssen um unseren Bürgern überall das Gefühl geben zu können gut vernetzt zu sein, auch da gibt es erste Ansätze die dringend weiterverfolgt werden müssen. Das in allen Orten unserer Stadt so grandios gelebte und funktionierende Ehrenamt in Vereinen und Verbänden ist sehr aufmerksam zu begleiten, zu unterstützen und wo es nur geht zu fördern um unser aller Geestland so lebens- und erlebenswert zu erhalten, wie es jetzt bereits ist!!!

Pläne für weitere Bauentwicklung müssen gut durchdacht und Flächendeckend erarbeitet werden.

Die Belange der Landwirtschaft sind zu berücksichtigen, Infrastrukturmaßnahmen wie z.B. Gewerbegebiete, der Ausbau der Breitversorgung im ganzen Stadtgebiet müssen weiter fortgesetzt und ausgebaut werden um gute wirtschaftliche Rahmenbedingen anbieten zu können   für Gewerbetreibende und damit Arbeitgeber.

Der weitere Ausbau und die Nutzung regenerativer Energie mit den Schwerpunkten in Windkraft und Sonnenenergie wird uns als Energiestadt weiter beschäftigen, wir werden uns mit dem demographischen Wandel und auch mit der Flüchtlingsproblematik und der daraus resultierenden Mehrzahl der Asylbewerber auseinandersetzen müssen.

Den Tourismus müssen wir hier im Zentrum des Cuxlandes als Chance sehen um Urlauber anzusprechen und unsere Stadt bundesweit bekannt zu machen. Erste erarbeitete Konzepte des neuen Geschäftsführers zeigen einen möglichen Weg dorthin, die Tourismusförderung muss dahingehend forciert werden.

Dieses alles Stück für Stück in Angriff zu nehmen und dabei den Blick für den Haushalt und die Vorgaben des Zukunftsvertrages nicht zu verlieren wird eine riesige Herausforderung und wird auch das ein oder andere Mal von uns verlangen "andere", neue Wege zu gehen und Möglichkeiten zu suchen.

Die CDU-Fraktion sieht das Vertrauen der Bevölkerung, ausgedrückt durch unser Wahlergebnis, als Auftrag unsere Stadt Geestland in all ihren Aufgaben zu unterstützen und mit zu gestalten.

Aber wir werden nicht so vermessen sein zu denken, dass wir das alles alleine bewältigen könnten.

Wir werden wenn möglich und nötig den offenen Dialog und die Zusammenarbeit mit unseren politischen Weggefährten im Stadtrat suchen, mit der SPD unter dem Fraktionsvorsitz von Christine Sturmheit und mit der Bürgerfraktion Geestland.

In wie weit eine Zusammenarbeit mit der Gruppe Die Grünen/ Linke oder der AfD möglich ist, weiß ich noch nicht. Nicht nur in der jüngeren Vergangenheit waren viele ihrer politischen Themenfelder und Meinungen als sehr problematisch zu bewerten, aber wir sind ja weder in Cuxhaven, noch in Berlin, geschweige denn in Hannover.

Wir werden die bisherige Offenheit und die sehr gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung weiter aufrecht erhalten und ausbauen und auch die hervorragende Arbeit unseres Bürgermeisters Thorsten Krüger werden wir nicht untergraben, sondern ihn unterstützen und unsere gemeinsamen Ideen und Entscheidungen untermauern, um unser gemeinsames Ziel, unsere starke, junge und aktive Stadt Geestland auf ein grundsolides und nachhaltiges Fundament stellen zu können.

Denn eines ist das Wichtigste von allem und das muss uns allen bewusst sein: In unserer Stadt Geestland geht es nicht um einzelne, sondern um unser aller gemeinsames Wohl!!!

 

Wenn wir unsere Zusammenarbeit so aufstellen und hinbekommen, das der Bürger überall in unserer Stadt positiv über das Handeln von Politik und Verwaltung denkt und spricht, wenn die Geestländer spürbar mitbekommen, dass wir in den nächsten 7 Jahren zuhören, vorschlagen, diskutieren, streiten und entscheiden um unsere Stadt voranzubringen, unsere Ortschaften zu stärken und uns auch mit den Problemen und Sorgen der Geestländer beschäftigen, dann und nur dann haben wir auch eine Chance, die Politikverdrossenheit in der Bevölkerung zu bekämpfen und bei der nächsten Wahl mehr Wahlberechtigte an die Wahlurnen zu bringen! Auch das muss unser Ziel sein.

 

In dieser ganzen Bandbreite müssen wir ALLE hier im Stadtrat als gewählte Vertreter unserer Bürgerinnen und Bürger mit gutem Beispiel vorangehen und versuchen ALLE Geestländer auf diesem Weg mitzunehmen!

Die CDU-Fraktion ist bereit für unsere Stadt Geestland einzustehen!!!


Claus Seebeck

Fraktionsvorsitzender